Die Rheinpfalz-Kolumne vom 2. März 2010

Soviel vorweg: Der FCK hat am Sonntag in Karlsruhe verdient gewonnen. Daher hielt und hält sich der badische Gram gegenüber den Pfälzer Gästen doch in Grenzen. Manch einer wird über den bevorstehenden Bundesliga-Aufstieg des alten Rivalen sogar noch nicht einmal böse sein, da man in diesem Falle die rotgewandete Flut den Wildpark so bald nicht wieder überschwemmen sehen müßte. Viel mehr getroffen sein wird man hingegen von der erneut sehr schwachen Leistung des KSC. Und der Zorn mag sich hernach sogar noch gesteigert haben, als sich die sportliche Leitung nicht zu schade dafür war, die eher zufällige Pausenführung noch als Beleg dafür herzunehmen, daß man doch eigentlich lange Zeit recht passabel gespielt und mitgehalten habe. Unsinn! Der FCK hatte die ersten 45 Minuten schlicht verschlafen und mehr die Wetterkapriolen genossen, als sich mit dem Spiel zu beschäftigen. Sobald er nach der Halbzeit ein wenig anzuziehen begann, war es um das Karlsruher Kartenhäuschen geschehen gewesen.

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Liebe Leser,

am kommenden Sonntag, den 28. Februar, erscheint die neue Ausgabe von AUF, IHR HELDEN! Wir garantieren rauschhafte Zustände und viel Spaß, sodaß die Auswirkungen der Prohibition auf dem Stadiongelände mit dem Kauf eines Heftes erheblich gemindert werden können. Und zudem landen die HELDEN! beim nächsten Austreten nicht an einem Baum, im Pissoir – oder am Hinterreifen von Autos mit dem Kennzeichen GER. Das Magazin besitzt also einen unzweifelhaften Mehrwert und lohnt sich somit der Kauf ganz bestimmt.

Heft Nr 17 steht vor der Tür

Titelthema der Nr. 17 ist diesmal Michael Harforth. Jeder KSCler weiß natürlich, wer und was der brillante Fußballer für den KSC war. Oder für den gesamten Fußball überhaupt: Der einzige Grund, weshalb jemals ein Ball über den grünen Rasen gerollt ist (Zitat Ralf Müller, Juni 2002). Und da man diesen Genius nicht einer Ausgabe abhandeln kann, wird es in der Nummer 18 einen 2. Teil geben.

Des weiteren blicken wir auf insgesamt rund 12 Jahre „Rolf Dohmen & der KSC“ zurück. Es waren fürwahr spannende Jahre, in denen „Disco“ mit dem Verein als Spieler und Manager ( oder war es Geschäftsführer? Präsident? CEO?) je einmal auf und abstieg.

Weniger spektakulär verlief die KSC-Zeit bei Raimund Krauth und Gerd Komorowski. In den letzten Jahren agierte das Duo erfolgreich bei Fortuna Kirchfeld, ehe Krauth ein schwerer Schicksalsschlag traf.

Auch müssen die HELDEN! wieder einmal von einem KSCler Abschied nehmen. Der Ende vergangenen Jahres verstorbene Ex-Nationalspieler Horst Szymaniak kickte von 1959-61 beim KSC und war sicher nicht nur einer der besten Fußballer, sondern auch eine der schillerndsten Persönlichkeiten, die jemals das blau-weiße Trikot getragen haben. Skurrile Geschichten ranken sich um Westdeutschen, von denen wir an einige erinnern.

Auch Peter Zacher spielte einstmals beim KSC. Dessen Karriere begann beim SC Freiburg, als an ein Badenova-Stadion noch nicht zu denken war und einem beim Freiburger Fußball nur der FFC in den Sinn kam. Am spannendsten waren aber seine Jahre bei Eintracht Bad Bad Kreuznach: Eine wilde Geschichte aus jener Zeit des deutschen Fußballs, als Mäzene noch das ganz große Rad drehen wollten.

Sie erhalten das Heft wie gewohnt zu jedem Heimspiel vor dem Clubhaus und bei einzelnen Verkäufern auf dem Stadiongelände. Zudem ab kommender Woche im Zeitschriftenhandel sowie auf der Geschäftsstelle und im Fan-Shop des KSC.
Und natürlich hier

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Rheinpfalz-Kolumne vom 23. Februar 2010

Gerd Kleppinger strahlte nach dem Spiel wie das legendäre Honigkuchenpferd. Der ehemalige KSC-Verteidiger (1982-84) ist heute unter dem einstmals ebenfalls das KSC-Trikot tragenden Hans-Jürgen Boysen (1980-85) Co-Trainer des FSV Frankfurt und war nach dem Abpfiff des sonntäglichen Spiels einfach nur erleichtert. „Wir brauchen die Punkte nötiger als ihr“, sagte er mir fest auf die Schulter klopfend und sogleich hinterherschiebend, daß der ganze Spieltag für seine Mannschaft gelaufen sei. Meine mitten in seine Euphorie hinein gehauchte Frage nach der Befindlichkeit des KSC nahm er soweit nicht ernst und versicherte er, daß dieser ganz bestimmt nicht in den Abstiegskampf hineinrutschen werde. Na, wenn er sich da mal nicht täuscht. Oder man unterstellt ihm eine erstaunliche Kenntnis der deutschen Semantik und deutet seine Antwort so, daß der KSC mit Existenzängsten nur deshalb nichts zu tun haben werde, weil er nämlich schon mittendrin steckt.

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Dringend Helfer gesucht
Liebe KSC-Fans und Freunde der HELDEN!, zum Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag, 28. Februar,  wird die neue Ausgabe Nr. 17 erscheinen und im Stadion verkauft werden. Hierzu suchen wir nun wieder engagierte und zuverlässige Leute, die uns beim Verkauf unterstützen möchten.Für jedes verkaufte Heft erhaltet Ihr 50 Cent.
Der Verkauf liefe über insgesamt ca. 2 ½ Stunden (ca. 2 Stunden vor Spielbeginn,11.3o Uhr bis 13 Uhr, sowie ½ Stunde nach Spielende).
Wenn jemand nur vor dem Spiel kann oder möchte, so ist das aber auch kein Problem, jede Hilfe zählt!!!
Bei Interesse meldet Euch bitte schnell unter redaktion@heldenmagazin.de oder 0721 – 354 9 345

Liebe KSC-Fans und Freunde der HELDEN!, zum Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag, 28. Februar, wird die neue Ausgabe Nr. 17 erscheinen und im Stadion verkauft werden. Hierzu suchen wir nun wieder engagierte und zuverlässige Leute, die uns beim Verkauf unterstützen möchten.Für jedes verkaufte Heft erhaltet Ihr 50 Cent.

Der Verkauf liefe über insgesamt ca. 2 ½ Stunden (ca. 2 Stunden vor Spielbeginn,11.3o Uhr bis 13 Uhr, sowie ½ Stunde nach Spielende).

Wenn jemand nur vor dem Spiel kann oder möchte, so ist das aber auch kein Problem, jede Hilfe zählt!!!

Bei Interesse meldet Euch bitte schnell unter redaktion@heldenmagazin.de oder 0721 – 354 9 345

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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 15. Februar 2010

Nein, ich war am Samstag nicht im Stadion. Kränkelnd saß ich zu Hause und verfolgte „not amused“ die Ereignisse im Wildparkstadion per Internet und Radio. Zeugen berichteten mir hernach nichts, das meine negativen Eindrücke abgeschwächt hätte. Vor kurzem war von KSC-Fans zu lesen und zu hören, daß sie mit den Worten des Sportdirektors Arnold Trentl, der KSC befände sich in einer Übergangssaison, überhaupt nicht einverstanden seien. Nun, vielleicht haben die jüngsten Leistungen und Ergebnisse denjenigen die Erkenntnis gebracht, daß es im Fußball nicht weiterführt, Wunsch und Realität nicht von einander trennen zu können, oder besser gesagt, zu wollen. Die eigentlichen Leistungsträger waren und sind verletzt oder außer Form, und die jungen Leute können nicht alles richten. Jetzt ist auf allen Seiten Geduld gefragt. Natürlich nährten sporadisch aufflackernde Leistungsschübe die Hoffnung, daß doch noch alles gut werden könnte. Aber bei Nüchternheit besehen reiht sich der Verein in seiner gesamten Mittelmäßigkeit in das Bild jener Stadt ein, in der er seine Heimat hat. Was den einen der Wahn von der ewigen Zugehörigkeit zur Bundesliga ist, ist den anderen die Kombi-Lösung. Es würde nicht wundern, wenn in den nächsten Wochen die aus Katastrophengebieten bekannten Elendszüge zu beobachten wären, die diese erbärmliche Trümmerlandschaft nur noch verlassen wollen. In der Pfalz sollte man sich am besten sofort um geeignete Notunterkünfte bemühen, oder alternativ die Vollsperrung, besser noch Sprengung der Rheinbrücken vorbereiten.

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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 9. Februar 2010

In der heutigen Zeit ist es so, daß es Ausbildung und Beruf mit sich bringen, seine Heimat verlassen und sich weit weg von den gewohnten Maultaschen und Dambedeis niederlassen zu müssen. Berlin, Köln, München – in vielen Städten leben heute viele Badener. Nur nicht in Hamburg. So scheint es zumindest, wenn ich an das vergangene Wochenende an der Elbe zurückdenke. Im gesamten Stadtgebiet waren die Bürgersteige von einer zentimeterdicken Eisschicht gepanzert, die zudem spiegelglatt war. Mag es einen am Oberrhein zwar oft zur Weißglut treiben, wenn der pflichtbewußte Nachbar am Sonntagmorgen schon um 6 Uhr die Gehwege mit mehr Lärm als Talent von Schnee und Eis zu befreien beginnt, so lernt man solchen Eifer nach nur 3 Tagen in der Fremde wert zu schätzen. Es ist nur zu hoffen, daß sich das Verletzungspech der KSC-Profis nun nicht auch noch auf die rund 1.700 mitgereisten Fans übertragen hat und alle heil nach Hause gekommen sind.

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Es war am 1. März des vergangenen Jahres: Spätestens als auf dem Adenauerring in Höhe der Gegengeraden neben Feuerwerkskörpern auch noch ortsfremde Objekte wie ein Barhocker durch die Luft flogen, wurde deutlich, daß etwas gänzlich schief gegangen war. Wenige Minuten zuvor war das Bundesligaspiel des Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart, das die Badener mit 0:2 verloren hatten, abgepfiffen worden und gingen Teile der jeweiligen Anhängerschaft nun in eine lebhafte Verlängerung. Die Sicherheitskräfte hatten hierbei erhebliche Mühe, die rücksichtslos geführten Ausschreitungen zu beenden und gerieten in der Hitze des Gefechts sogar handgreiflich mit unbeteiligten Zuschauern aneinander, die ob der chaotischen Situation weder nach vorne oder hinten ausweichen konnten.

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Zum Vergößern bitte auf's Bild klickenAm 5. Februar tritt der KSC zum Wettbewerbsspiel der 2. Bundesliga beim F.C. St. Pauli an. Wir fahren mit an Elbe und Alster und bieten all denjenigen, die sich dort gleich ein ganzes Wochenende gönnen, noch eine blau-weiße Verlängerung an: Den 2. HELDEN!abend.

Zu diesem Anlaß lesen wir nicht nur zum Teil unveröffentlichte Texte aus den HELDEN! und unserem Bildband im Wildpark, sondern bitten auch noch zu einer hochinteressanten Gesprächsrunde mit den ehemaligen KSC-Spielern Carsten Rothenbach und Klaus Zaczyk.

Den heutigen Verteidiger vom Millerntor kennt man hierzulande noch sehr gut, klar. Aber wer ist Klaus Zaczyk? Der Nordhesse wechselte 1963 vom VfL Marburg in den Wildpark und war in der Premierensaison 1963/64 der jüngste Bundesligaprofi. Bis zum Bundesligaabstieg 1968 blieb er dem KSC treu und wurde somit zum Zeitzeugen der ersten Bundesligaära unseres Klubs. Über den 1. FC Nürnberg wechselte er 1969 zum HSV, mit dem er 1976 den DFB-Pokal holte und 1977 Europapokalsieger der Pokalsieger wurde. Zaczyk bestritt insgesamt 400 Bundesligaspiele und erzielte 61 Tore.

Wir gehen also davon aus, daß es ein interessanter Abend wird.

Datum und Uhrzeit: Samstag, 6. Februar 2010, 20.30 Uhr
Ort: „Urknall“, Sartoriusstr. 14 in Hamburg-Eimsbüttel
Info: www.urknall-hh.de

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Am Dienstagabend vergangener Woche war das Clubhaus des KSC dicht gefüllt. Hinten drängten sich sogar die Menschen um die verbliebenen Stehplätze. Der Grund für diesen Massenauflauf war ungewöhnlich: Das Präsidium um Präsident Paul Metzger hatte die Mitglieder zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um sie über den derzeitigen Stand der Dinge zu unterrichten und mit Gerüchten und Unterstellungen aufzuräumen, die es von Beginn an so treu begleiten und charakteristisch geworden sind wie bei Donald Duck das Unglück. Eine zweifellos ungewöhnliche Herangehensweise, keine Frage. Aber da man sich am Adenauerring von einer Presse umzingelt fühlt, die sich aus Sicht der Offiziellen ebenso hartnäckig wie vornehmlich auf jede Ungeschicklichkeit konzentriert und hierbei die positiven Arbeitsnachweise des Trios vernachlässigt, erschien dieser direkte Weg der Kontaktaufnahme zur Basis wahrscheinlich als die einzig noch verbliebene Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit mitzuteilen. Es war ein wichtiger Abend für das Präsidium. Und er verlief gut. So gut, daß die überwältigende Mehrheit der Anwesenden mit dem Gefühl nach Hause gehen durfte, daß sich doch mehr auf einem guten Weg befindet, als man hatte befürchten müssen.

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Der vergangene Freitag hielt für den KSC und seine Freunde allerlei Erkenntnisgewinn bereit. Einerseits sportlich, wobei die Mannschaft in Aachen die in sie gesetzten Vertrauens- und Zuversichtsvorschüsse zum wiederholten Male nicht einlösen konnte. Hinten, vorne und in der Mitte hat man kaum Leistungsfähiges gesehen, das die Mannschaft in den kommenden Monaten noch nach vorne spülen könnte. Daß die wechselnden Verantwortlichen der vergangenen Jahre der Truppe immer wieder die spieltechnischen Voraussetzungen für die jeweilige Spielklasse attestierten, mag zwar nicht unbedingt falsch gewesen sein. Doch ein Fußballverein hat nicht den ewigen Kredit eines Langzeitstudenten, der sich irgendwann einmal auf seinen Hosenboden setzen und Versäumtes kraft seiner unbedingt vorhandenen Intelligenz wird nachholen können. Im Gegenteil, für einen Klub gibt es einen solchen Punkt Null nicht. Alles fließt, und hält er nicht zeitnah dagegen, so wird er weggespült. Der KSC hatte in seiner Geschichte schon schlechtere, aber erfolgreichere Mannschaften. Wäre dies nicht so gewesen, dann gäbe es ihn nicht mehr.

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